Krieg nach innen

Krieg nach außen


Die Intellektuellen als Stützen der Gesellschaft?


Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie
vom 7. bis 10. März 2019 in Berlin

Vorläufiges Programm (Stand 30.11.2018)


Anfang 2018 hat das Bulletin of the Atomic Scientist die seit 1947 bestehende Weltuntergangsuhr erneut vorgestellt. Aus seiner Sicht steht die Welt zwei Minuten vor Mitter­nacht, also kurz vor der Apokalypse.


Mit dem Symposium „Trommel für den Krieg“ 2014 und dem Kongress „Krieg um die Köpfe“ 2015 hat sich die NGfP eingehend mit den institutionellen und psychologischen Vor­bereitungen zu Kriegen und die Rechtfertigung von Kriegen aus angeblicher Verantwortung he­raus, beschäftigt. Wir wollen erneut die von der Mehrheit der Bundestagsabgeordneten ange­mahnte stärkere Beteiligung Deutschlands an Kriegseinsätzen und die ausgeweitete deutsche Waffenproduktion, die zunehmenden Feind-Er­klärungen nach außen und nach innen, themati­sieren und in ihren Zusammenhängen, ihre n Ur sachen und Auswirkungen, verstehen.


Letztlich geht es um die Zementierung der be­stehenden Macht- und Reichtumsverhält­nisse. Dafür wird das innenpolitische Klima mit allen Mitteln nach rechts gedrückt, werden de­mokratische Errungenschaften gekippt, soziale Sicherheiten ab gebaut, Kontrollen der staatli­chen Apparate über Bord geworfen, wird ein Klima des Verdachts und des Misstrauens unter­einander geschaffen. Gleichzeitig wird die größte Bedrohung aller, die seit Generationen vorausgesagt worden ist, die sogenannte „Um­weltkatastrophe“ mit nichts als leeren Verspre­chungen beschworen. Zu den Folgen dieser immer unabweisbarer sich anbahnenden Kata­strophe gehören Ströme von Menschen, die nur durch Flucht der Zerstörung ihrer Lebensgrund­lage durch Krieg, Dürre, Überschwemmungen entkommen können.





Kongress-Programm!

Kongress ...

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Jenseits der Konfrontation!
Für eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen der EU und Russland


Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. und des WeltTrends-Institut für Internationale Politik

3. November 2018, 10 bis 17 Uhr      Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam






















Für ein Ende der Eiszeit mit Russland

Veranstaltungsbericht von Raimund Krämer


Am 3. November 2018 veranstalteten die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg (RLS) und das WeltTrends-Institut für Internationale Beziehungen (IIP) gemeinsam den diesjährigen „Potsdamer Außenpolitischen Dialog“. Das Thema der alljährlichen außenpolitischen Fachtagung war: „Jenseits der Konfrontation! Für eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen der EU und Russland“.

Den Veranstaltern ging es um alternatives Denken zu den gegenwärtigen dominanten Strömungen in Politik und Medien, die auf eine Rückkehr zur Konfrontation in der Weltpolitik generell und im Verhältnis zu Russland speziell zielen. In der Öffentlichkeit herrscht große Verunsicherung angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland. In dieser Situation diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, der Tschechischen Republik, der Russländischen Föderation und Deutschland die Sicherheitslage in Europa und die friedenspolitischen Perspektiven für den europäischen Kontinent.


Panel 1 "Europäische Sicherheit im 20. Jahrhundert - Erfahrungen und Lehren" mit Dr. Arne Seifert, Peter Steglich, Prof. Dr. Raimund Krämer, Dr. Hans Misselwitz (v.l.n.r.), Wladimir Fomenko und Prof. Dr. Lutz Kleinwächter (nicht im Bild) [Foto: Christian Spicker]


Panel 2 "Aktuelle Herausforderungen für die europäische Sicherheit - Sichten aus Mittel- und Osteuropa" mit Dr. Vladimir Handl, Prof. Dr. Krzysztof Malinowski, Dr. habil. Erhard Crome, Dr. Holger Politt (v.l.n.r.) und Dr. Wolfgang Wallraf (nicht auf dem Bild) [Foto: Christian Spicker]

Prof. Dr. Raimund Krämer, Vorstandsmitglieder der Stiftung und Chefredakteur der Zeitschrift WeltTrends eröffnete die Tagung und erinnerte daran, dass 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges wir überall Enttäuschung und Misstrauen vorfinden. Wir haben eine Situation in Europa, die sich vor drei Jahrzehnten, als die Charta von Paris beschlossen wurde, niemand vorstellen konnte: Militärische Auseinandersetzungen auf dem Kontinent, Aushöhlung und Verletzung des Völkerrechts, Großmanöver, angekündigte und bereits realisierte Vertragsbrüche, gegenseitige Sanktionen. Die Situation erinnere, so meinen manche Beobachter, an den Kalten Krieg. Jedoch könnten wir auch die Großmachtrivalitäten Ende des 19. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts als historischen Vergleich nehmen: Ohne jegliche ideologische Kontroversen, wie sie für den Kalten Krieg letztlich so typisch waren, führten diese Rivalitäten in den verheerenden 1. Weltkrieg. Diese Blaupause würde die Dramatik der jetzigen Lage in Europa sogar noch deutlicher machen, so Krämer.

Dr. Hans Misselwitz, als Staatssekretär in der de Maizière-Regierung von Seiten der DDR an den „2-plus-4-Verhandlungen“ beteiligt, erinnerte in seinem Impulsreferat an die Umbrüche der Jahre 1989/90, in denen auch die Weichen für künftigen Entwicklungen in Europa, auch für die späteren Verwerfungen gestellt wurden. Zentral war dabei die Problematik der Erweiterung der NATO nach den Osten. Darum drehte sich dann auch die zum Teil polemische Debatte, in der Dr. Vladimir Handl (Karlsuniversität Prag, Tschechische Republik), Prof. Dr. Krzysztof Malinowski (West-Institut, Poznań), Prof. Dr. Bogdan Koszel (Adam-Mickiewicz-Universität, Poznań) Dr. Wladislaw Below (Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau) ihre zum Teil gegensätzlichen Positionen vorstellten.


Panel 3 "Russland und die europäische Sicherheit" mit Prof. Dr. Bogdan Koszel, Kerstin Kaiser, Dr. Wladislaw Below (v.l.n.r.), Dr. Alexander Neu, MdB und Dr. Wolfgang Schwarz (nicht auf dem Bild) [Foto: Christian Spicker]


Panel 4 "Deutschland und die europäische Sicherheit" mit Dr. Petra Erler, Dr. Erhard Crome, Wolfgang Gehrcke (v.l.n.r.), Dr. Vladimir Handl und Prof. Dr. Krzysztof Malinowski (nicht im Bild) [Foto: Christian Spicker]

Zu den Diskutanten gehörten die ehemaligen DDR-Botschafter Peter Steglich und Dr. Arne Seifert, Fellows des IIP wie Dr. Erhard Crome, Prof. Lutz Kleinwächter und Wolfram Wallraf sowie Kerstin Kaiser, Leiterin des Moskauer RLS-Büros, und Dr. Holger Politt, Leiter des RLS-Büros in Warschau. In der Debatte sprach auch General a.D. Klaus Wittmann. Aus der Politik nahmen der langjährige außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Wolfgang Gehrcke, und der abrüstungspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Alexander Neu, teil. 


Anfang des kommenden Jahres erscheinen die Beiträge von Referenten und Teilnehmern der Tagung in einer Publikation der Stiftung.

Bereits jetzt zum Vormerken im Kalender: Der kommende Potsdamer Außenpolitische Dialog wird am 2. November 2019 stattfinden.






Lateinamerikanische Migration und der Blick nach Europa. Vortrag und Diskussion von und mit Raina Zimmering

05.04.2018, 19:00-20:30    Lateinamerika-Forum Berlin e. V. /Foro de las Américas   Bismarckstr. 101, 10625 Berlin,  5. Etage c/o SEKIS   


Am 05.04.2018 stellt Univ.-Prof. Dr. habil. Raina Zimmering, Historikerin, Politologin, Soziologin, Lateinamerikanistin in den Räumen des LAF  ihr Buch „Lateinamerikanische Migration und der Blick nach Europa“ vor.

Die Autorin unterscheidet nicht explizit zwischen Flucht- und Migrationsbewegungen, da sie der Meinung ist, dass in Lateinamerika beide Phänomene verschränkt verlaufen. Auch wenn sie ein relativ breites Spektrum von lateinamerikanischen Ländern behandelt, so konzentriert sie sich auf Flucht und Migration aus Lateinamerika in die USA, insbesondere aus Mexiko und dem Norddreieck Zentralamerikas. Aber auch die argentinische, kolumbianische und uruguayische Migrationspolitik findet Beachtung. Dabei werden Ursachen, Maßnahmen zur Migrationsabwehr und -integration in den einzelnen lateinamerikanischen Ländern und den USA und soziale Bewegungen von Migrant*innen behandelt.

Der „Blick nach Europa“ verweist nicht auf Migrationsbewegungen aus Lateinamerika nach Europa, sondern auf den Vergleich mit Migrations- und Fluchtbewegungen nach Europa aus anderen Teilen der Welt und in erster Linie die europäische Politik. Lateinamerika als Kontinent mit einer längeren zeitgeschichtlichen Migrationserfahrung als Europa soll dabei als Blaupause für die europäische Migrations- und Abwehrpolitik gegenüber Flüchtlingen und deren Folgen dienen.

Anstöße zur Diskussion gibt auch das theoretische Fundament der Analyse von Raina Zimmering: sie verknüpft die Pull und Push-Theorie, postkoloniale, poststrukturelle (insbesondere von Derrida)  und entwicklungspsychologische Sichtweisen miteinander. Insbesondere der entwicklungspsychologische Ansatz dürfte in politikwissenschaftlichen Analysen zur Migration ein Novum darstellen. Zusätzlich macht das Zurückgreifen auf einschlägige Romanliteratur zur lateinamerikanischen Migration das Thema emotional nachvollziehbar.

In der Diskussion geht Prof. Raina Zimmering auch auf brandaktuelle Fragen ein:


vgl. auch   http://www.lateinamerikaforum-berlin.de/veranstaltung/lateinamerikanische-migration-und-der-blick-nach-europa-vortrag-und-diskussion-von-und-mit-

raina-zimmering/






Die Zapatistas in Mexiko und ihre Wandmalereien. Einladung zum Vortrag mit Raina Zimmering im LAF


21.09.2017,  19:00-20:30   Lateinamerika-Forum Berlin e. V. /Foro de las Américas   Bismarckstr. 101, 10625  Berlin   5. Etage c/o SEKIS  ,


Comandante Marcos mit Sturmhaube und philosophischen Sprüchen mag vielen in den Sinn kommen, wenn sie den Namen „Zapatistas“ hören. Manche werden sich fragen, was aus dieser rebellischen indigenen Bewegung im Süden Mexikos wurde. Lange haben wir zu mindestens hier nichts mehr von ihr gehört, seit sie Anfang 1994 weltweit Schlagzeilen machte.

Wie Emiliano Zapata und seiner Revolutionäre von 1910 ff. geht es auch bei den „modernen“ Zapatistas um „Land und Freiheit“, und doch unterscheidet beide Bewegungen Grundsätzliches.

Im Mittelpunkt des Abends steht die Kunst der Zapatistas,  hier deren Wandmalereien (murales). Von diesen ausgehend, wird die Referentin Fragen beantworten wie:












Clínica. Foto: Raina Zimmering



Die Referentin untersucht dabei auch die affektiven und emotionalen Dimensionen neben der kognitiven in der „Produktion“ künstlerischer Darstellungen aufständischer indigener Gemeinschaften am Beispiel der Wandmalereien der Zapatistas.


Wir laden Sie herzlich zu Vortrag und Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. habil. Raina Zimmering, Historikerin, Politologin, Soziologin und Lateinamerikanistin, ein!



vgl. auch   http://www.lateinamerikaforum-berlin.de/veranstaltung/die-zapatistas-in-mexiko-und-ihre-wandmalereien-einladung-zum-vortrag-mit-raina-zimmering-im-laf/

Aktuelles

Liebe Kolleg*innen und Freund*innen,


      zu Beginn des Jahres ist es mir eine Freude, Ihnen / Euch das Programm des Kongresses der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) "Krieg nach innen, Krieg nach außen. Die Intellektuellen als Stützen der Gesellschaft?" (07.-10.03.) übermitteln zu können.

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